Katzen

Vorsorge

Weil Vorbeugen besser ist als Heilen! Die Prävention von Krankheiten spart unseren Haustieren viel Leid und am Ende oft viel Geld. Denn obwohl die Vorsorge auch nicht kostenlos ist, kostet die Behandlung eines kranken Tieres oft viel mehr.

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Gute Vorsorge für Ihr Haustier ist Teamwork. Sie sorgen für ausreichende Bewegung, gute Ernährung, möglichst wenig Stress, die Möglichkeit, natürliches Verhalten zu zeigen und riskante Situationen zu vermeiden. Wir unterstützen Sie und Ihr Haustier im medizinischen Bereich, unter anderem durch regelmäßige Gesundheitskontrollen, Impfungen, Parasitenbekämpfung, Zahnreinigung und Kastration.

Grundsätzlich wird vor jeder Impfung eine komplette Gesundheitsuntersuchung ausgeführt. Während der Gesundheitsuntersuchungen wird ihr Haustier gründlich von vorne bis hinten untersucht. Ab einem gewissen Alter empfehlen wir regelmässige Blutkontrollen. Auf diese Weise werden Probleme frühzeitig erkannt und können Behandlungen rechtzeitig eingeleitet werden.

Impfungen

Impfungen schützen Ihre Katze vor einer Reihe schwerwiegender, ansteckender Krankheiten. Ziel der Impfungen ist es, dass ein Tier, wenn es mit dem Krankheitserreger in Kontakt kommt, nicht oder zumindest weniger schwer krank wird.

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Impfungen gegen Katzenschnupfen und Panleukopenie werden für alle Katzen empfohlen. Die Leukoseimpfung ist für alle Katzen die nach draussen dürfen wichtig. Grundsätzlich kann der Verlauf all dieser Krankheiten für die Katze tödlich enden.

Die Grundimpfungen bewirken eine Schutz gegen Panleukopenie und verschiedene Erreger des Katzenschnupfens. Ab dem Alter von acht Wochen wird ein Katzenwelpe alle drei bis vier Wochen geimpft bis es 16 Wochen alt ist und danach wieder wenn die Katze ein Jahr alt wird. Erwachsene Katzen werden jedes Jahr geimpft, allerdings sind nicht jedes Jahr alle Impfungen notwendig. Abhängig von der Impfvorgeschichte Ihrer Katze weiss ihr Tierarzt gegen welche Krankheiten sie geimpft werden muss.

Obwohl die Impfungen von Katzen fast immer gut vertragen werden, kann es vereinzelt zu Nebenwirkungen kommen. Diese sind meistens nur vorübergehend und leicht behandelbar. In der Regel handelt es sich um leichte Beschwerden wie z. B. Schmerzen oder eine Schwellung an der Injektionsstelle, Fieber und allgemeines Unwohlsein. Es gibt jedoch auch eine Tumorart, welche in sehr seltenen Fällen an der Injektionsstelle von Impfungen entstehen kann. Da Impfungen vielen Katzen das Leben retten kann und schwerwiegende Nebenwirkungen glücklicherweise sehr selten sind, empfehlen wir alle Katzen jährlich zu impfen. Allerdings nicht wie früher jedes Jahr alle Impfungen, sondern jeweils nur was nötig ist.

Hier finden Sie Impfempfehlungen der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin Impfempfehlungen_SVK_ASMPA.pdf

Hier finden Sie die Impfempfehlungen der World Small Animal Veterinary Association Impfempfehlungen_SVK_ASMPA.pdf

Wurminfektionen

Katzen können mit verschiedenen Arten von Würmern befallen sein. Gesunde erwachsene Katzen entwickeln eher selten deutliche Symptome aber Katzenwelpen können schwerwiegend betroffen sein.

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Zu den Symptomen eines Wurmbefalls gehören u.a. ein schlechter Fell- und Pflegezustand, aufgeblähter Bauch, Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust. Es gibt jedoch auch Würmer, die Probleme in anderen Organen verursachen können, beispielsweise in der Lunge.

Kleine Kätzchen können schon vor der Geburt mit Spulwürmern infiziert werden. Spulwürmer sind auch ansteckend für den Menschen, deshalb ist es besonders wichtig Katzenwelpen häufig zu entwurmen. Im Alter von 3 bis 9 Wochen werden sie am besten alle 2 Wochen entwurmt, gefolgt von einer monatlichen Entwurmung bis zum Alter von 6 Monaten. Katzen mit Freigang, welche älter als sechs Monate sind, sollten mindestens alle drei Monate entwurmt werden.

Katzen mit einem erhöhtem Infektionsrisiko, z. B. weil sie rohes Fleisch oder kleine Wildnager fressen, sowie Katzen mit engem Kontakt zu Kindern oder immungeschwächten Personen sollten häufiger entwurmt werden. Da Flöhe Bandwürmer übertragen, hilft eine lückenlose Flohprophylaxe zudem Wurmbefall vorzubeugen.

Flöhe & Zecken

Flöhe und Zecken sind Parasiten, die sich vom Blut ihres Wirts ernähren. Flöhe verursachen Symptome von juckenden Pusteln bis zu ausgedehnten allergischen Reaktionen und verursachen Infektionen mit Bandwürmern. Zecken können gefährlicher Krankheiten übertragen.

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Es gibt viele verschiedene Mittel gegen Flöhe und Zecken, leider sind nicht alle gleich effektiv. Bestimmte Anti-Floh Medikamente für Hunde sind für Katzen sehr giftig, gerne beraten wir Sie in der Praxis. Da Flöhe ihre Eier nicht auf dem Tier sondern in dessen Umgebung legen muss dessen Lebensumfeld gründlich gereinigt oder eventuell mit einem Anti-Floh Mittel mitbehandelt werden.

Nach einem Zeckenbiss dauert es Stunden bis Tage ehe es zur Übertragung von Erregern kommt weshalb vorhandene Zecken schnell und korrekt entfernt werden müssen. Verwenden Sie hierfür am besten ein Werkzeug wie eine Zeckenpinzette oder einen Zeckenhacken. Die Zecke sollte so nah wie möglich an der Haut gehalten und vorsichtig aus der Haut herausgezogen werden. Es ist wichtig, dass die Zecke nicht gequetscht wird und dadurch Krankheitserreger in den Stichkanal gedrückt werden. Auch Öl, Alkohol, Klebstoff oder Äther sollten nicht zum Einsatz kommen.

Zähne

Zahnprobleme sind äußerst häufig und schmerzhaft, dies obwohl Katzen selten Anzeichen von Schmerzen zeigen. Bakterien von Infektionen im Maul können sich im ganzen Körper ausbreiten. Deshalb ist eine gute Zahnhygiene bei Tieren genauso wichtig für ihre Gesundheit wie bei uns! Zahnstein entsteht durch Aushärten von Zahnbelag und verursacht zunächst eine Entzündung des Zahnfleisches. Diese Entzündungen können schließlich zu Schädigungen des Kieferknochens führen. Bakterien aus dem entzündeten Zahnfleisch können zudem über das Blut in andere Organe gelangen und dort schwere Entzündungen verursachen. Je früher ein Zahnproblem behandelt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Schädigung.

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Um Zahnsteinbildung zu verhindern, ist der effektivste Schutz das Zähneputzen. Was bei Katzen meistens jedoch leider schwierig ist. Die Gebisshygiene kann aber durchaus mit speziellem Futter unterstützt werden. Neu ist auch ein Futtermittelzusatz auf Algenbasis erhältlich, der Zahnstein bis zu einem gewissen Grad wieder aufweichen kann und unangenehmen Mundgeruch bekämpft.

Hat sich einmal Zahnstein gebildet erfordert dies allerdings meistens eine zahnärztliche Behandlung in der Tierarztpraxis. Während dieser Behandlung werden die Zähne unter Vollnarkose gereinigt und jeder Zahn einzeln kontrolliert. Wenn der Zahnhalteapparat angegriffen ist muss der betroffene Zahn gezogen werden. Dies ist ein aufwändiger Prozess, aber einige Tage nach der Operation wird Ihre Katze endlich wieder schmerzfrei fressen können. Nach dem Entfernen des Zahnsteins werden die übriggebliebenen Zähne poliert, um die Bildung von neuem Zahnstein zu verlangsamen.

Eine weitere Zahnerkrankung bei Katzen ist die Zahnresorption, bei der sich spontan Löcher in den Zähnen bilden. Dieser Zustand ist äussert schmerzhaft und beschädigte Zähne können leider nicht repariert werden. Die Extraktion von den betroffenen Zähnen ist die einzige Therapie.

Hier finden Sie Empfehlungen der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin zu Zahngesundheit bei Kleintieren positionspapier-svk-asmpa-Zahnhygiene.pdf

Kastration des Katers

Durch das Kastrieren eines Katers wird er unfruchtbar und es kann unerwünschtes hormonelles Verhalten wie beispielsweise markieren im Haus verhindert werden. Wir empfehlen das Kastrieren ab einem Alter von 6 Monaten.

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Bei der Kastration des Katers werden beide Hoden entfernt. Dies geschiet unter Vollnarkose und in unserer Praxis für eine optimale Schmerzausschaltung zusätzlich noch unter lokaler Anästhesie. Kastrierte Kater sind häufig weniger territorial und friedliebender aber haben auch die Neigung zu Übergewicht. Da dies negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann ist eine angepaste Fütterung notwendig sein

Hier finden Sie Empfehlungen der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin zu Kastrationen bei Kleintieren positionspapier-SVK-ASMPA-kastration-bei-hunden-und-katzen.pdf

Kastration der Kätzin

Die Kastration bei der Kätzin verhindert unerwünschten Nachwuchs und verringert das Risiko, bösartige Mammatumoren oder eine Gebärmutterentzündungen zu entwickeln. Wir empfehlen die Kastration ab einem Alter von 6 Monaten.

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Bei einer jungen Kätzin werden durch ein ca. 1cm langes Schnittchen nur die Eierstöcke entfernt. Bei älteren Kätzinnen ist häufig ein etwas grösserer Eingriff notwendig, da meistens die ganze Gebärmutter entfernt werden muss. Dies geschiet unter Vollnarkose und in unserer Praxis für eine optimale Schmerzausschaltung zusätzlich noch unter lokaler Anästhesie.

Hier finden Sie Empfehlungen der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin zu Kastrationen bei Kleintieren positionspapier-SVK-ASMPA-kastration-bei-hunden-und-katzen.pdf